Katzenvermittlung-Homeland
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Vier Wochen Vertretung in der Katzen-Finca – Ein Erfahrungsbericht der besonderen Art

 

Liebe Besucher meiner Homepage,

 

hier entsteht ein größerer Bericht über meine vier aufregenden Wochen in der Katzen-Finca auf Teneriffa. Ich werde meine Erlebnisse Schritt für Schritt ergänzen. Am 19. September fliege ich wieder auf die Insel und werde meinen Bericht danach fortsetzen.

 

Liebe Grüße

Monika Eickenberg

 

Das war mein Ausblick über das Orotavatal von der Finca, wenn schönes Wetter war. Im Hintergrund befindet sich der Teide.

1. Tag: 

 

Am Mittwoch, den 19.02.2014, war der Start mit meiner Freundin Dagmar aus Hamburg nach Teneriffa. Morgens um 5 Uhr mussten wir am Flughafen sein. Also erwartete Dagmar mich früh morgens im Taxi. Der Flug startete pünktlich.

 

Wir waren sehr neugierig, was uns erwartete. Der Flug verging sehr schnell und am Flughafen warteten wir eine Weile auf M., die sich etwas verspätete. Nach einer rasanten Fahrt lud uns M. zum Essen ein. Danach ging es zur Finca, denn wir wurden schon sehr müde.

 

Dort bekamen wir einen Schock! Überall lagen riesiege Berge schmutziger Wäsche. Das Katzenstreu verteilte sich zu Hauf um die Toiletten. Statt sich ausruhen zu können, war erstmal aufräumen angesagt. Irgendwann fielen wir tot ins Bett. Aber an Schlaf war nicht zu denken, denn um uns tummelten sich an die zehn Katzen. Letztendlich siegte jedoch die Müdigkeit.

2. Tag:  20.02.2014

 

Ich konnte kaum schlafen, immer wieder musste ich die Katzen aus meinen Bett entfernen, es war zwecklos. Dagmar ging es genau so. Also raus aus dem Bett und ran an die Arbeit. Dagmar kümmerte sich um die Hunde, die natürlich auch überall hingemacht hatten. Also ging es ab in den Garten. M. war Gott sei Dank auch noch da, deshalb waren wir ziemlich schnell fertig und konnten erstmal frühstücken.

 

Anschließend machte ich mich über die Berge schmutziger Katzen- und Hundedecken her. M. hatte einige davon. In jeder Ecke, im Schrank, auf den Betten, unter den Betten... überall lagen Decken. Die Katzen sollten es ja schließlich kuschelig haben, denn die meisten hatten Schnupfen. Es war dieses Jahr ungewöhnlich kalt. Ich hatte, wenn ich ins Bett ging, eine Jogginghose und drei T-Shirts an und trotz zwei Decken zitterte ich immernoch vor Kälte.

 

Dagmar hatte ja eigendlich Urlaub. Die Ärmste kam viel zu kurz, musste nur schufften, das wollten wir ganz schnell ändern. Also fuhren wir am Nachmittag nach Puerto de la Cruz und gingen shoppen. Sie war begeistert.

3. Tag: 21.02.2014

 

Um 4 Uhr morgens klingelte der Wecker. Wir waren sofot hellwach und alle Katzen natürlich auch. Es war der Tag an dem M. nach Thailand flog und erstmal drei Wochen nicht mehr zu Verfügung stand. Das hieß, wir mussten mit den Bergen von Arbeit alleine weitermachen.

 

Dagmar und ich machen uns das Leben so angenehm wie möglich. Nachdem wir erstmal die Hunde und Katzen versorgt hatten, mussten alle Katzentoiletten sauber gemacht werden, das war eine Katastrophe. Das Katzenstreu klebte wie Beton am Toilettenboden und man brach sich fast die Arme dabei. War angeblich teuer. Das andere Streu stank wie die Pest nach Ammoniak. Nase zu und durch! Das ganze Haus stank danach. Es war eine saumäßige Arbeit. Ich wollte mich auf jeden Fall auf die Suche machen und ein anderes Streu besorgen.

 

Dann ging es erstmal weiter, die Berge an Wäsche zu waschen. Viel schaffte man nicht, die Waschmaschine brauchte eine Ewigkeit. In der Küche, was man so Küche nannte, machten wir mächtig sauber und schufen Platz, um schließlich dort ab und zu mal was kochen zu können.Besonders schlimm war die ständige Stille. Radio oder geschweigedenn einen Fernseher gibt es bei M.nicht. Dabei brauche ich doch Musik zum Arbeiten!!!

 

Nachdem wir es uns einigermaßen wohnlich gemacht hatten, gab es ein schönes Frühstück. Geschirr und Töpfe hatte ich mit dem Schiff geschickt bereits vorausgeschickt.

 

Danach wollten wir wieder in die Stadt nach Puerto de la Cruz, aber ohne Auto??? Dort oben auf dem Berg gab es nichts. Uns blieb nichts anderes übrig, denn M. Auto musste am Tag unserer Ankunft, in die Werkstadt. Wir gingen erstmal zu Fuß den steilen Berg runter bis zur Bushaltestelle. "Na hoffentlich muss ich den steilen Berg nicht wieder rauf, das schaffe ich nie." dachte ich mir. Die Bushaltestelle entpuppte sich als Schulbushaltestelle, was wir nach einer halben,Stunde Wartezeit, von einem Einheimischen erfahren hatten. Es gab zwar einen Bus, der in unserem kleinen Kaff fährt, das aber nur 3 mal am Tag und am Wochenende gar nicht.

(Ich ahnte böses.)

4. Tag: 22.02.2014

 

Seit heute sind wir nur noch zu Zweit. M. Ist auf dem Weg nach Thailand. Ich hoffte, sie hätte einen schönen Urlaub und erholte sich gut. Sobrauchte sie wenigstens die nächsten 3 Wochen nicht mehr putzen gehen oder für andere Leute da sein, damit Geld für die vielen Katzen rein kommt.

 

Das Wetter war nicht auf unserer Seite. Es war kalt und ungemütlich. Die Katzen hatten auch überall Decken, sogar unter den Betten waren Decken. Die meisten Katzen waren erkältet, hatten Triefaugen oder Schnupfen. Wir froren auch ganz schün. Ständig hat es geregnet.

 

Die viele Wäsche, die jeden Tag gewaschen wurde, trocknete einfach nicht mehr. Die Decken für die Katzen wurden knapp. Auch die beiden Hundchen wollten ihre warmen Decken haben. Gott sei dank nutzten sie die Decken nicht mehr als Toiletten, sie hatten den ganzen Tag reichlich Auslauf im Garten. Den haben wir auch tip top sauber gemacht und von Hundekot befreit. Der Hausbesitzer war stolz auf uns, er war sehr erstaunt über unseren Eifer alles sauber zu bekommen und äusserte sich auch wohlwollend darüber.

 

Der kleine Hund, der anfangs noch sehr scheu war, wurde dank Leckerlies auch immer zutraulicher. Er war so süß, dass Dagmar ihn am liebsten mit nach Deutschland nehmen wollte.

5. Tag: 23.02.2014

 

Eigendlich war jeder Vormittag gleich, es lief alles gut. Dagmar kümmerte sich wie immer um die Hunde. Sie freuten sich schon sehr, wenn sie endlich wieder in den Garten durften. Sie machten auch schon kleine Erfolge, sie verrichteten ihr Geschäft kaum noch in ihrem Zimmer. Der Kleine wurde auch dank Leckerlie, immer zutraulicher, er wartete schon darauf.

 

Ich kümmerte mich in der Zwischenzeit um die Katzen. Sie waren richtig schmusig geworden. Sie liefen nicht mehr weg vor mir. Die Katzentoiletten sauber machen und füttern, das Ritual war jeden Tag gleich. Ein Glück, dass Dagmar mir, nach dem sie die Hunde gefüttert hatte und das Frühstück her richtete, auch noch bei den Katzentoiletten helfen konnte. Es war immer viel Arbeit, das große Haus sauber zu machen.

 

Mittags wollten wir mal wieder etwas unternehmen, denn Dagmars Aufenthalt war bald zu ende und sie wollte ja eigendlich auch noch was von Teneriffa sehen. Sie wollte gerne mal in den Loro Park. Der Vermieter von M. wollte uns mit nach Puerto De la Cruz nehmen. Er hatte frei und deshalb konnten wir mit ihm den Rest des Tages verbringen. Der Loro Park musste noch warten.

 

Dagmar sah zum ersten mal den schwarzen Strand von Teneriffa, sie war so begeistert, deshalb legte sie sich mit samt den Klamotten in den Sand. Endlich hatten wir auch mal einen wunderschönen Tag und all der Kummer und der Stress waren vergessen. Ich möchte gar nicht daran denken, wenn Dagmar nicht mehr da wäre.

6. Tag: 24.04.2014

 

Heute war nicht mein Glückstag. Nachdem mit den Katzen alles in Ordnung und wir mit dem Frühstücken fertig waren, machten wir uns so gegen 12 Uhr Mittags auf den Weg zum Bus nach La Orotava. Den steilen Berg hinunter waren wir ja nun schon gewohnt, deshalb gingen wir auch schon etwas schneller drauf los. Ein junger Mann musste auch den gleichen Weg gehen wie wir.

 

Es wurde eine lustige Plauderei. Doch dann geschah was nicht passieren durfte. Wie aus heiterem Himmel lag ich plötzlich am Boden, für einige Sekunden sogar ohne Besinnung. Dagmar und der junge Mann wollten mir auf die Beine helfen, aber es ging nicht. Ich blutete fürchterlich am Knie des linken Beines und der rechte Fuß schwoll an. Ich konnte nicht mehr auftreten, ich sah Schlimmes auf mich zu kommen. Was wäre, wenn der Fuß gebrochen wäre, ich womöglich ins Krankenhaus müsste??? Mir wurde Angst und Bang: "Was passiert mit den Katzen, den beiden Hunden, wie bringe ich es M. bei???" Sie schleppten mich zum Bus, ich konnte nicht mehr laufen. Wir waren nicht in Deutschland, wo man den Notarzt holen könnte. In Puerto de La Cruz angekommen, steuerten wir erstmal die nächste Apotheke an. Zum Arzt hatte ich keine Lust, das hätte ja wieder Geld gekostet.

 

Die in der Apotheke versorgten mich prima, ich konnte mich etwas ausruhen. Nachdem ich merkte, dass meine Hose komplett kaputt war, auch meine Uhr war hin, war ich erst mal bedient, ich wollte nur noch nach Hause.

7. Tag: 25.02.2014

 

Große Aufregung gab es schon am frühen Morgen. Benny war weg, einfach abgehauen. Weit konne er ja eigendlich nicht kommen. Dagmar und ich konnten es nicht fassen. Eigendlich war ja alles abgesichert. Dann aber entdeckten wir direkt vor der einen Tür eine Katzenbox. Das war es, Benny war wohl auf die Box und dann über die Tür gesprungen. Oben am Tor, welches immer verschlossen war, fanden wir ihn dann doch noch. Das passierte noch zweimal. Benny fand immer einen Weg, abzuhauen, mal über das Dach oder über die andere Gartentür.

 

Nun mussten wir uns etwas einfallen lassen. Wir bastelten aus mehreren Bändern eine Hundeleine bis wir eine gekauft hatten. Sogar ein Glöckchen besorgten wir, damit wir ihn immer hören konnten.

 

Später kam dann eine langjährige Freundin zu Besuch, die auch im Tierschutz arbeitet. Wir hatten verabredet, mit ihr einen Ausflug nach Masca zu machen. Ich war dort schon sehr oft und es immer wieder schön dort.

 

Es war ein sehr schöner Tag und es war wieder etwas Besonderes für uns gewesen.

8. Tag: 26.02.2014

 

Es war Dagmars letzter Tag auf Teneriffa. Ich war schon sehr traurig, denn sie war für mich eine sehr liebe Freundin geworden. Diese 8 Tage waren für mich sehr schön. Ich wusste vorher nicht genau, ob sie das alles auf sich nehmen würde.  Sie wusste gar nicht, was da auf sie zu kommt und wie viele Katzen dort auf der Finca leben.

 

Wir erledigten wie immer erstmal wieder alle unsere Arbeiten und fuhren anschließend nach Puerto de la Cruz. Dagmar hatte nämlich vor, in den Loro Park zu gehen. Ich brachte sie zu dem kleinen Bummelzug, der direkt zum Loro Park fährt. Am Abend hatte sie viel zu erzählen. Ihr hatte der Park wirklich sehr gut gefallen, denn  sie war so begeister davon.

 

Eigendlich wollten wir mit den Hausbesitzern zum Abschied noch eine Flasche Rotwein trinken, wir hatten nämlich einige schöne Abende mit ihnen verbracht. Aus dem Wein trinken wurde aber nichts, denn Dagmar und ich, wir mussten am nächsten Tag früh aufstehen. Schade eigendlich, denn es wäre sicherlich wieder sehr nett mit den beiden netten Jungs geworden.

Heiter und ich in Puerto de la Cruz

9. Tag: 27.02.2014

 

6 Uhr, wir mußten früh auf stehen. Dagmar flog nach Hause. Ich war sehr traurig, denn ich wusste nicht, wie es werden würde, wenn sie nicht mehr da wäre. Wie sollte ich das alles schaffen? Am Meisten hatte ich vor dem Alleinsein Angst. Es würde sehr ruhig werden.

 

Petra holte uns um 8 Uhr ab, um zum Flughafen in den Süden zu fahren. Um 11:25 Uhr flog Dagmar ab. Mir war nicht gut, aber Petra tröstete mich und wir gingen erstmal Frühstücken. Der Tag ging schnell vorbei, viel zu schnell, denn ich mochte nicht allein sein.

 

Am Abend wurde ich dann von den beiden lieben Hausbesitzern eingeladen . Es wurde doch noch ein schöner Abend. War ich froh, dass es diese lieben Menschen gibt und jetzt fühlte ich mich auch nicht mehr so alleine!!!!

10. Tag: 28.02.2014

 

Es wurde ruhig um mich herum. Die einzigen, die noch einen Ton von sich gaben, waren die vielen Katzen. Na Gott sei dank ging es ihnen, dank meiner Liebe für sie, noch gut.

 

Es war immernoch sau kalt auf Teneriffa. Es regnete in Strömen. Ich wusst nicht mehr wie ich die Wäsche trocken bekommen sollte. Ich fand eine Katze tot hinter dem Sessel gefunden. Ich wusste nicht, was passiert war. Ich wollte die Tierärztin bitten, sie ab zu holen.

 

Später erfuhr ich, dass sie erstickt war. Sie hatte etwas von einem Baldriankissen in den Hals bekommen und war daran erstickt. Daraufhin schmiss ich alle diese Dinger weg.

 

Essen konnte ich auch nicht mehr, hatte überhaupt keinen Hunger. Alleine zu essen machte keinen Spass. Aber ich bekam einen lieben Anruf von einer Familie. Sie hatten mich über meine Homepage gefunden. Mit ihnen wollte ich mich demnächst treffen.

 

Meine beiden Jungs, die Vermieter, luden mich in eine urige Weinbrauerei ein. Es war einfach toll dort. Der Wein und das Essen waren sehr lecker.

11. Tag: 01.03.2014

 

Es ging mir gar nicht gut. Hatte schon lange nichts mehr gegessen ausser Frühstück. Ich fühlte mich einsam und traurig.

Ich hatte eine schwierige Entscheidung treffen müssen. Eine kleine Katze, sie war sehr zart und hatte kaum noch gefressen, hatte die tödlich Krankheit VIP, eine sehr schlimme Krankheit, die eigendlich nach kurzer Zeit zum Tod führt. Die Tierärztin rief mich am Mittag an und fragte mich, wie sie nun verfahren sollte. Für mich gab es nur eine Antwort, die Kleine sollte nicht länger leiden und da meine Freundin nicht da war, musste ich diese Entscheidung treffen.

 

Meine neuen Freunde wollten heute kommen und mich in der Finca besuchen. Sie wollten sehen, was ich da so mache. Ich freute mich sehr, wieder ein bischen Abwechslung für mich.

12. Tag: 02.03.2014

 

Alles lief gut. Ich freute mich schon sehr auf meine neuen Freunde. Sie wollten mich in der Finca besuchen. Sie waren schon sehr neugierig, was ich da so machte. Sie konnten sich das nicht so richtig vorstellen, wie ich da lebte mit 48 Katzen in einem Haus, das ja nicht ganz so groß war, wie ihr Haus. Ich war schon ziemlich nervös und machte natürlich alles sehr gründlich sauber. Sie sollten doch begeistert sein von meinem neuen Reich.

 

Na ja, die Zeit verging doch sehr schnell. Ich schaffte aber nicht alles. Dann waren sie endlich da. In Ihren Gesichtern konnte ich das Erstaunen lesen. Sie konnten es nicht fassen und fragten mich zum Schluss: "Monika, wie hälst du das aus? Wie schaffst du das alles?" Sie hatten ja nur eine Katze.

 

Ich war auch mit Zeit in die Arbeit hinein gewachsen. Wenn man sonst nichts anderes vor hat, kann man ja so vor sich hin arbeiten, irgendwann ist man fertig.

 

Da ich jetzt alleine war und Dagmar nicht mehr da war, hatte ich tagsüber nichts Spannendes vor. Puerto de la Cruz und Teneriffa kannte ich nun schon seit mehr als 20 Jahren, da wurde alles zur Routine.

 

Meine beiden Freunde verliessen mich dann auch ziemlich schnell. Das Tollste war, dass sie am Nachmittag mich anriefen und meinten: "Monika, du musst da mal raus, du brauchst 2 Tage Erholung. Was hältst Du davon?"

 

13. Tag: 03.03.2014


Die Zeit verging gar nicht. M. hatte auch schon lange nicht mehr angerufen. Wie es ihr wohl ging in Thailand? Aber es würde auch noch eine Weile dauern bis sie wieder da wäre. Na, die Hauptsache war, sie hatte sich gut erholt, denn es wartete ja wieder viel Arbeit auf sie.

 

Manchmal überfiel mich eine große Sehnsucht nach Hause zu meinen Katzen, natürlich auch zu meinen Mann. Was er wohl machte??? Letztens hatten wir beide erst mal eine Runde geheult, wohl weil jeder den Anderen, doch ganz schön vermisste. Dann stürzte ich mich in die Arbeit, das ließ mich vergessen, wie lange ich noch dort war.

 

Dagmar hatte auch schon öfter angerufen. Sie machte sich schon ganz große Sorgen um mich. Es ging mir aber den Umständen entsprechend gut. Ich hatte ja meine Jungs, bei denen ich wieder eingeladen war. Ich war ja gespannt, sie wollten die drei Tage, die ich nicht da war, alles übernehmen, also die Katzen versorgen usw.

 

Das Wetter wurde immer besser, die Sonne ließ sich Gott sei Dank auch mal sehen. Ich wurde immer besser gelaunt. Mir ging es gut, wenn es den Katzen gut ging, und denen ging es bestens.

14. bis 17.  Tag: 04. - 07.03.2014

 

Außer, dass Brauni 2 Tage in die Tierklinik musste und sein kleiner Kumpel nicht allein sein wollte, weshalb er die halbe Nacht bellte, passierte nichts aufregendes. Den Katzen ging es bestens, aber mir ging es nicht so gut. Ich hatte mir ein Erkältung geholt.

 

Ich war schon lange nicht mehr in Puerto De la Cruz. Aber am 07.03.2014, ich freute mich wahnsinnig, wurde ich abgeholt und konnte bis Sonntagabend relaxen. Ich fuhr nach Icod de los Vinos zu meinen lieben neuen Freunden. Punkt Elf waren sie da, ich war ja schon so gespannt.

 

Als wir dann bei ihnen waren, blieb mir vor Staunen der Mund offen stehen. In diesem wahnsinnig hübschen Haus durfte ich drei Tage wohnen. Ich hatte sogar eine eigene Wohnung mit Dachterrasse. Ich wurde verwöhnt ohne Ende. Ich konnte sogar wieder deutsches Fernsehen sehen. Wir gingen super Essen und in Icod, eine süße Kleinstadt, spazieren.

 

Ich hoffte, die Zeit bliebe stehen. So gut ging es mir schon lange nicht mehr. Ich wusste nicht, mit was ich das verdient hatte. Wir gingen shoppen und ich brauchte nichts bezahlen. Ich bekam einen warmen Hausanzug. Mir war immernoch sehr kalt in der Finca.

 

Am Sonntag war der Traum leider wieder vorbei, aber ich hatte auch nur noch 12 Tage vor mir.

 

Ich möchte mich an der Stelle noch mal herzlich bedanken bei Uschi und David.

18. Tag: 08.03.2014

 

Das schönste Wochenende seit langem hatte ein Ende und der Alltag hatte mich wieder. Ich war sehr gut vertreten worden von meinen Jungs, wie ich sie schon lange nannte. 

 

Der Teide hatte immernoch viel Schnee auf seinem Dach. So hattee ich den Teide noch nie gesehen. Na ja, es war ja auch noch ganz schön kalt.

 

Den Katzen ging es auch super. Der Schnupfen, den sie alle hatten, war auch schon nicht mehr so schlimm. So langsam war ich ziemlich eingespielt und die Katzen hatten immer mehr Vertrauen zu mir. Abends, wenn alles ruhig war, wurde ich von immer mehreren belagert. Schmusen war dann angesagt. Es machte richtig Spaß mit ihnen.

 

In einer Woche würde M. wiederkommen und dann hätte ich wieder Unterhaltung.

 

Abends war ich wieder bei meinen Jungs ein Gläschen Wein trinken. Mal sehen, was es da Neues gab.

 

In Puerto war ich eigendlich auch nicht mehr so oft, trotzdem ich den Berg zum Bus nach La Orotava inzwischen in 15 Minuten runtergelauffen konnte. 

19. Tag: 09.03.2014

 

Ich freute mich schon sehr auf meinen Feierabend. Ich war eingeladen worden, mit der ganzen Familie des Vermieters, einen schönen Grillabend zu erleben. Das war mal wieder eine schöne Abwechslung für mich.

 

Bei den Katzen war alles in Ordnung. So nach und nach hatten sie alle ihren Schnupfen mit Augenentzündung überstanden. Das Fressen schmeckte auch bestens, ich konnte gar nicht schnell genug die Tüten öffnen. Leider konnte mich keiner dabei fotografieren wie 45 Katzen um mich rum standen, miauten und schrien, weil ich nicht schnell genug war. Der Hunger war eben sehr groß. Ich hatte vier 20 Kilo Säcke mit Royal Canin Trockenfutter und ich glaubte so 200 Dosen und Tüten Katzenfutter. Man mag es kaum glauben, aber ich glaubte ich würde damit nicht auskommen. Auch die beiden Hundis hatten guten Appetit.

 

Langsam wurde es wärmer und ich konnte wieder mal nach Puerto de la Cruz fahren. Mein Lieblings-Cafe wartete schon auf mich. Dort sitzen wir, mein Mann und ich, im Urlaub fast jeden Tag.  Dort kann man toll die Leute beobachten.

 

So, nun muss ich noch schnell von meiner Grillparty erzählen. Es war eine Grillparty mit allem was man so zum Grillen brauchte. Jede Menge Fleisch, viel zu viel Salat und ein guter spanischer Rotwein. Es gefiel mir sehr gut. Die Leute waren so nett und total unkompliziert. Man fühlte sich im wahrsten Sinne des Wortes bei ihnen sauwohl. Ich freute mich auf jeden Fall schon sehr, diese netten Menschen im September wieder zu sehen.

20. Tag:  10.03.2014

 

Ich zähle schon die Tage, nur noch 8 Tage, dann würde ich wieder in Deutschland sein. Ich glaubte schon, dass alle diese süßen Katzen mir sehr ans Herz gewachsen waren, und die beiden Hundis auch.

 

Ich werde sie schon etwas vermissen. Es wird für mich ganz schön komisch sein, nach so langer Zeit, zu meiner Normalität zurückzukehren. Alles würde mir fehlen: das mitlerweile schöne Wetter, meine lieben neuen Freunde, die Vermieter und vor allem die Katzen. Ich habe nur 3. Ich konnte es mir noch nicht richtig vorstellen, wenn nur noch drei um mich rum krabbeln.

 

Am 16.03. würde M. wieder da sein, sie würde sch sicher freuen, wie schön ich alles gemacht hatte und wie gesund alle Katzen noch waren. Am meisten würde sie sich über ihre Katzen freuen und die süßen Hundis.

 

Ich wollte jetzt die letzten Tage geniesen und es mir so schön wie möglich machen, wenn nichts mehr passiert und alle Katzen gesund bleiben.

21. Tag: 11.03.2014

 

Ich traf mich mit Petra, einer Freundin die auch im Tierschutz arbeitet. Sie arbeitete in einem Hundetierheim. Ich hatte sie vor zig Jahren in La Rosaleda, einem Katzentierheim, kennen gelernt.

 

Dieses Tierheim gibt es immer noch in La Orotava, aber unter einer anderen Leitung als damals. Damals war Marleen Peterson die Tierheimleiterin. Sie war vor einigen Jahren ganz plötzlich und überraschend gestorben. Die Katzen konnten einem in La Rosaleda nur noch Leid tun. Deutsche haben dort keinen Zutritt mehr und von Tierschtz haben die noch nie was gehört. Als ich damals dort im Sommer immer gearbeitet hatte in meiner Urlaubszeit, war alles auf jeden Fall besser.

 

Ich musste einen Großeinkauf machen: Hundefutter, Katzenfutter und Katzenstreu. Na, ich hoffte, ich würde ein Katzenstreu finden, was nicht so teuer wäre und trotzdem gut. Das was M. gekauft hatte, konnte ich mir nicht leisten. Ich fand es auch gar nicht so gut. Auch beim Futter war ich sehr gespannt, ob sie das, was ich kaufte, überhaupt fressen würden. Aber die Katzen wollten vielleicht auch mal was anderes.

 

Ich dachte natürlich auch an mich natürlich und wollte was Leckeres zum Essen kaufen. Ich hatte schon 6 Kilo abgenommen, denn ich konnte immernoch nichts essen. Beim Grillen letztens mit dem Vermietern, hatte es mir wieder geschmeckt. Alleine Essen machte eben keinen Spaß.

22. Tag: 12.03.2014

 

Ich ging endlich mal an den Strand. Das Wetter war so schön geworden. Mein Vermieter hatte mich gefragt, ob ich nicht Lust hattee, mit ihm nach Santa Cruz zu fahren. Ich hatte natürlich nicht lange überlegt und fuhr mit ihm mit.

 

Erstmal mussten natürlich die Katzen versorgt werden. Ich beeilte mich natürlich sehr und hatte nicht viel Zeit. Heute wurde natürlich nicht alles so gründlich wie immer erledigt. Schnell frühstücken und dann weg, ja das dachte ich.

 

Wenn ich gewusst hätte, dass ich noch eine Stunde warten musste, hätte ich mein Frühstück, was das einzige war, das ich gerne aß, in Ruhe verspeist. Ich hätte mir Zeit lassen und noch in Ruhe eine Tasse Kaffee mehr trinken können. Na, so sind sie halt die Spanier.

 

Es wurde ein schöner Tag in Santa Cruz.

23. Tag: 13.03.2014

 

Ich ging wieder mal einkaufen. Meine Süßen hatten nichts mehr zu fressen. Auch meine finanziellen Mittel gingen langsam zu Neige, da die ersten zwei Wochen einen Großteil verschlungen hatten. Für das Tierfutter reichte es aber noch.

 

Meine Freundin P. holte mich ab und wir machten uns einen schönen Tag. Zuerst fuhren wir mit Benni für die Flugvorbereitungen zum Tierarzt. Es sollte mit mir nach Deutschland kommen. bei P. hatte es bisher nicht schlecht gehabt, aber der schöne Kerl sollte trotzdem ein schönes Zuhause in Deutschland finden.

 

In drei Tagen sollte M. wieder zurück sein. Ich hatte schon alles gemütlich gemacht, sie würde sicher staunen.

24. Tag  14.3.2014

 

 

Eigendlich hat sich nun nichts Aufregendes mehr ereignet. Alle Katzen sind gesund und das ist ja die Hauptsache. Keine weiteren Krankheiten mehr aufgetaucht. Ich bin einerseits froh wieder nach Hause zu fliegen andererseits habe ich mich so an die Kleinen gewöhnt, daß es mir schon schwer fällt, die kleinen Biester zu verlassen. Aber Zuhause warten ja auch 2 Katzen auf mich und eine 3. nehme ich mit.

Nun bin ich nur noch gespannt was M. sagt , wenn sie ihre Katzen alle in einwandfreien Zustand , wieder sieht.

In 2 Tagen ist es ja so weit und M. ist wieder da.

Für mich ist hier zu Ende. Es war eine aufregende Zeit und ich werde es nicht bereuen, trotz aller Anfangsschwierigkeiten hier gewesen zu sein.