Katzenvermittlung-Homeland
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Zwei Wochen privater Tierschutz Teneriffa – Ein Erfahrungsbericht

Von Ende November bis Anfang Dezember 2012 habe ich Megi auf Teneriffa 14 Tage begleitet und ihr bei der Versorgung der Tiere geholfen. Lesen Sie hier, wie es mir dort ergangen ist.

Das war eine Freude, all die süßen kleinen Bister vom September wieder zu sehen. Jetzt sind sie bei mir in Hamburg und gehen auch bald in ihr neues HEIM.

1. Tag: Ankunft auf Teneriffa

Megi erwartet mich schon auf dem Flughafen. Meine Maschine hatte leider Verspätung. Wir fahren 30 Kilometer um bei Ihr und Ihren Katzen zu sein. Im Moment hat Megi 21 Katzen in der Wohnung, 20 Katzen auf der Terrasse und etwa 30 Katzen auf der Futterstelle am Müllplatz.



2. Tag:

Es ist 6 Uhr morgens, Megi ist schon auf und füttert ihre wartenden Katzen, die natürlich in Windeseile alle Teller leer gefressen haben. Hähnchenfleisch wird gekocht, die 6 Toiletten geputzt und die Teller gewaschen. Anschließend werden die zwei kleinen Babys versorgt. Natürlich muss sie auch schauen, ob alles in Ordnung ist und auf der Toilette kein Durchfall vorhanden ist. Wenn ja, Megi hat alle Medikamente zuhause um alle Katzen zu versorgen.



3. Tag:

Wie jeden Morgen das gleiche Ritual: Katzentoiletten sauber machen, füttern usw. Wenn alles fertig ist, werden schnell noch die Katzen auf der Terrasse versorgt, eine Waschmaschine anschmissen und die Müllkatzen gefüttert. Dann geht es ab zur Arbeit. Megi hat mehrere Putzstellen, wo sie etliche Stunden am Tag arbeitet. Nach der Arbeit gehen wir einkaufen, denn Futter für so viele Katzen ist in wenigen Tagen alles restlos verfüttert.



4. Tag:

Es regnet in Strömen und ist ziemlich kalt und ungemütlich. Megi und ich wir kochen uns endlich mal was zu essen, was dann gleich für mehrere Tage reicht, denn viel Zeit zum Essen bleibt meistens nicht. Die Terrasse wird nun auch mal gründlich gereinigt. Alle Katzen flitzen weg und kommen erst wieder, wenn alle ihre Kissen und Decken wieder an Ort und Stelle sind.



5. Tag:

Es regnet immer noch. Die Wäsche wird nicht trocken und ich kann nicht mit nach Puerto de La Cruz, denn im Regen habe ich auch keine Lust dort so lange herum zu laufen bis Megi mit dem Putzen fertig ist. Also putze ich zu Hause.


6. Tag:

Eine Frau erzählt Megi, sie hätte drei kleine Babys auf der Straße gesehen, nicht älter als vielleicht 4-5 Wochen. Wir machen uns auf den Weg und schauen uns das erst mal näher an. Als wir dann im Regen die kleinen entdeckt haben, ist klar, dass die Kleinen dort weg müssen. Am nächsten Tag werden wir mit einer Falle hingehen.

 

7. Tag:

Wir gehen mit einer Falle zu den kleinen Babys zurück. Wir warten eine halbe Stunde, zwei gehen sofort hinein. Das Dritte hat etwas mehr Angst. So beschließen wir, am nächsten Tag nach dem Putzen noch mal dorthin zu gehen.



8. Tag:

Uns gelingt es das letzte Kleine einzufangen und alle zur Tierärztin zu bringen. Alles OK sagt sie. So kommen sie mit uns nach Hause. Ein Tag ist wie der Andere, füttern, sauber machen und Katzen versorgen. Den Kleinen geht es super. Sie sind auch gar nicht ängstlich. Es sind zwei Mädchen und ein Junge. Alle drei sind rot, rot-weiß und getigert.

Ich habe mich entschieden, einigen der Katzen in Deutschland ein neues Zuhause zu suchen und entscheide mich für 6 Katzen die nach Deutschland fliegen können. Also alle Katzen einpacken und zum Arzt, chippen, impfen usw. Den Katzen geht es gut.


9.Tag:

Heute ist großer Putztag in einem riesengroßen Haus mit mehreren Etagen. Wir arbeiten zu dritt, damit es schneller geht. Wir stellen fest, dass wir gar keine Zeit mehr für uns haben. Megi arbeitet an vielen Putzstellen, alles nur um die großen Kosten bewältigen zu können. Tierarzt, Futter und andere Dinge.

Eigentlich habe ich mich an die viele Arbeit gewöhnt um Megi etwas zu entlasten. Das Wetter ist sowieso schlecht also macht es mir auch nichts aus. 4-5 Waschmaschinen werden so am Tag gewaschen, denn die Kätzchen wollen immer wieder frische Unterlagen.

10.Tag:

Es ist auch in der Zwischenzeit ein aus gesetzter Podenco Hund dazu gekommen. Kira ist eine sehr verschmuste und temperamentvolle Dame. Nun kommt auch noch der Spaziergang dazu, Zeit, die Megi eigentlich nicht hat. Die Frau teilt sich eben in mehrere Personen auf und keiner kommt zu kurz.


11. Tag:

Heute machen wir, da Megi einen Tag frei hat, einen kleinen Ausflug in ein tolles italienisches Restaurant. Endlich mal ausspannen, aber davon ist nicht die Rede. Als Megi mit Kira spazieren gehen will, reißt diese aus. Das ist das Ende. Aber nach ungefähr einer viertel Stunde ist die hübsche Lady wieder von allein zurückgekommen. Abends um 23 Uhr ist der Tag vorbei. Wir fallen todmüde ins Bett. Es gibt bei Megi keinen Fernseher und kein Radio, das war für mich sehr schlimm, wo ich es doch gewohnt bin jeden Tag meine Nachrichten und Serien zu sehen. Radio habe ich mir aber mitgebracht.



12. Tag:

Heute ist wieder einkaufen angesagt. Mehrere Säcke Katzenstreu, Futter und Hähnchenfleisch werden gekauft.
Die Katzen warten schon auf ihr Hähnchenfleisch, was natürlich erst mal abgekocht werden muss. Die letzten Tage vergehen im Flug. Ich bin richtig kaputt. Mein Rücken tut weh, ich habe schlecht geschlafen. Wurde mehrere Male von den Katzen draußen im Garten geweckt, wenn sie gestritten haben.

 

Der letzte Tag:

Megi hat den ganzen Abend telefoniert, um für Kira erst mal einen Pflegeplatz zu finden. Endlich ist eine nette, nicht so teure Stelle gefunden worden. Also packen wir, nachdem fast 50 Katzen versorgt wurden, alle unser Katzen für den Flug ins Auto. Kira muss aber noch vorher zu ihre Pflegestelle gebracht werden- So kommt sie auch noch ins Auto.

Jetzt müssen wir noch 65 Kilometer in den Süden fahren. Meine Nerven sind am Ende, denn ich habe nicht geglaubt, dass ich meinen Flugzeug noch bekommen würde.
Kira ist abgegeben worden und Megi ist sehr traurig. Am Flughafen angekommen, einchecken, dann mit den Katzen durch den Zoll. Doch so wie wir uns das vorgestellt haben, war es dann doch nicht. Drei Hunde mussten vor uns noch durch den Zoll. Nach 20 Minuten ist alles geschafft und ich bin am Ende.

 

Ankunft in Deutschland:

Alle warten schon auf die Mäuse. Volker steht auch schon Gewehr bei FUSS mit seiner neuen Errungenschaft am Hamburger Flughafen. Alle 6 Katzen wurden verteilt. 4 zu mir eine zu Jeanette und Fathi und eine zu einer Pflegefamilie.Und jetzt freue ich mir nur noch auf mein ZUHAUSE und mein Bett. Ich bin heil froh, dass alles doch noch so gut geklappt hat. Die Katzen haben ihr neues Zuhause oder die Pflegestelle erreicht. Und ich bin wieder bei meinen süßen Tigern.